Impressionen aus eine sonnigen Land

Wenn der Name Nigeria fällt, denken viele als erstes an ein Land mit viel Sonne – und an überaus gastfreundliche Menschen, die das wenige, das sie besitzen, gerne mit anderen teilen. Aber leider auch an Armut, die im westafrikanischen Land weit verbreitet ist, gerade in ländlichen Regionen. Die Besucher vom vergangenen Weltgebetstag in der Kirche Rüderswil konnten viel über Nigeria erfahren, besonders über die Menschen, die dort leben. Das WGT Team begrüsste die Besucher in einer sehr schön geschmückten Kirche, besonders mit bunten Schmetterlingen aus Papier, da es in Nigeria mehr als 1000 Schmetterlingsarten gibt! Und mit Musik und Tanz wurden die Gäste auf das Land eingestimmt, in dem pure Lebensfreude und Not nahe beieinander liegen.

Einen guten Eindruck über das Leben in Nigeria vermittelten die Lebensbilder von drei Frauen: Beatrice, Jato und Blessing. Beatrice ist eine junge Frau und Mutter, die mit 28 Jahren ihren Ehemann verlor. Aus Folge dieses Verlustes verarmte die Witwe und wusste oft nicht, wie sie ihre Kinder ernähren oder das Schulgeld bezahlen soll. Jato ist Christin und lebt mit ihrer Tochter Amina im muslimischen Norden. Jeden Tag lebt sie in Angst, dass ihre Tochter auf dem Schulweg entführt wird. Blessing blickt auf die vergangenen Jahre zurück und stellt fest, wie das Land zunehmend in Armut und Verzweiflung versinkt. Doch obwohl Blessing oft enttäuscht wurde, sieht sie auch Lichtblicke. «Selbst in unseren Nöten sehen wir die Beweise für Gottes Treue», sagt die tapfere Frau und fährt fort: «Wir mögen belastet sein, aber wir sind nicht gebrochen.» Auch Beatrice und Jato finden Halt im Glauben, gerade in einem Vers aus dem Matthäusevangelium, der das Motto des diesjährigen Weltgebetstag ist: «Ich will euch stärken, kommt!» (Matth. 28).

Im Anschluss an den Gottesdienst wurden die Besucher kulinarisch mit vielen Spezialitäten aus Nigeria verwöhnt! Das WGT Team servierte nigerianische Köstlichkeiten, darunter Yam Porridge, Suya (ein Rindfleischgericht), Jollof-Reis und «Puff-Puff» aus Weizenmehl. Und die Besucher liessen sich nicht zweimal bitten, griffen zu und nutzten den Abend für interessante Gespräche über ein Land, das voller Gegensätze und gerade deswegen faszinierend ist! Ein herzliches Dankeschön allen, die bei der Organisation und Durchführung des diesjährigen Weltgebetstages geholfen haben.

Benjamin Stocker